Wissen

Die fünf Grundsätze des Taekwondo

Die fünf Grundsätze des Taekwondo wurden von General Choi, dem Begründer des Taekwondo, nach Vorbild des Ehrenkodex der Hwa-Rang Krieger und des Bushido der Samurai erstellt. Im Folgenden könnt ihr euch einen kurzen Überblick der fünf Prinzipien machen.

 

Höflichkeit

Kampfkunst, sei es nun Taekwondo, Karate, Kendo oder welche auch immer, beginnt und endet mit Höflichkeit. Höflichkeit ist eines der offensichtlichsten Merkmale eines in sich ruhenden, gut ausgebildeten Kampfkünstlers. Ganz nach dem Motto: „Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“. Erwartet man selber von anderen höflich behandelt zu werden, so sollte man anderen gegenüber mindestens genauso so höflich sein.

 

Integrität

Integrität bedeutet zu seinen Prinzipien und Idealen zu stehen. Sie bedeutet gegenüber seiner Schule, seinem Meister und seinen Mitübenden Loyalität zu zeigen und nicht bei der geringsten Unannehmlichkeit einzuknicken und den leichteren Weg zu wählen. Wir sind Kampfkünstler! Wir haben uns dazu entschlossen unsere Körper und unseren Charakter zu formen. Dies kann nicht passieren, wenn wir immer den leichten Ausweg gehen.

 

Beharrlichkeit

Kurz gesagt: Gebe niemals auf! Nur mit Beharrlichkeit, Fleiß und harter Arbeit kann man den nächsten Rang erreichen. Hat man den schwarzen Gürtel erlangt, darf diese Beharrlichkeit nicht auf einmal verschwinden! Sie hat einem so lange begleitet. Nun, nachdem man sich ein Stück schwarzen Stoffes um die Hüfte binden darf bedeutet das, dass man weniger beharrlich auf die Perfektionierung seiner Techniken und Hyongs sein darf? Wer das glaubt, der hat den Rang eines Meisters nicht verdient.

 

Selbstkontrolle

Ohne Selbstkontrolle würde es keine Kampfkunst geben. Nur durch Sie sind wir in der Lage uns jeden Tag aufs Neue ins Dojang zu stellen und mit unseren Trainingskollegen ohne Verletzung zu üben. Selbstkontrolle bedeutet auch seine momentane Begierde unter Kontrolle zu halten. Viele Menschen, denen es vorher schwer fiel sich zu disziplinieren, haben durch die Kampfkunst gelernt ihren Gelüsten nicht immer nachzugeben und sich besser auf eine Aufgabe zu konzentrieren.

 

Unbesiegbarer Wille

Nur durch Leidenschaft und Gaube an sich selbst und seine Fähigkeiten immer neues zu lernen und anzuwenden, kann man zu einem Meister der Kampfkunst werden. Wie ein Bambus, der immer weiterwächst egal ob die Sonne scheint, es regnet, stürmt oder schneit… genauso dürfen wir nicht vom Do abkommen. Der Wille ist die unsichtbare Kraft die durch alle vorher genannten Punkte gefestigt wird. Gleichzeitig können die anderen Grundsätze ohne den Willen erst gar nicht erreicht werden. Hierin spiegelt sich die Symbolik des Yin und Yang wieder. Das eine kann nur existieren, weil es das andere gibt und anders herum.

 

Das war nur ein kleiner Überblick über die Grundsätze des Taekwondo wie wir es lernen. Jeder Schüler sollte diese kennen und nach ihnen handeln. Text: Kevin Wallace

Kommentar schreiben

Kommentare: 0